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Glück in der Liebe

manchmal auch Glück im Spiel

 

 

Denke immer wieder an eine Liebe in Stuttgart. Es war wie im Märchen. Ich bin Hölle verliebt in einen großen blonden Faustball-Spieler der, anfangs einen Riesen Bogen um mich macht. Bis Silvester. Eines meiner schönsten Silvester. Ich war auf einem Fest. Disco in einem großen Saal. Wir feiern, tanzen, trinken und lachen. Er ist bei ihr – bei seiner

Freundin. Ich spüre, dass irgendetwas passiert. Langsam geht es auf Mitternacht zu. Da geht die Türe auf und er kommt rein. Es ist klar, er ist wegen mir gekommen. Er hat sich von ihr getrennt. Wir sind jetzt zusammen. Wir gehen raus ins Freie, schauen eng umschlungen in den Himmel, wo Silvester-Raketen explodieren. Happy New Year! Gibt

es einen schöneren Augenblick für ein neues Jahr - für ein neues Glück?

 

Glück in der Liebe – Pech im Spiel

 

Einmal bin ich als Teenager mit meinem Cousin aus Arnsberg zu einer Führung im Casino Baden-Baden. Ich bin schwer beeindruckt. Die vielen riesigen Kronleuchter, die großen Spiegel und Gemälde an den Wänden. Die Farbe der Spieltische ist Grün. Der Teppichboden ist rot mit goldfarbendem Muster. Gold ist die vorherrschende Farbe im Casino. Es ist wunderschön hier - einfach bezaubernd - wie aus einer anderen Welt. Wie das erst sein muss, wenn hier Spielbetrieb herrscht. So schnell werde ich das allerdings nicht erfahren. Ich bin noch keine 21 und als

Bürgerin des Kurortes Baden-Baden darf ich im Casino Baden-Baden nicht spielen. Ich unterliege wie alle Bürger dem Residenzverbot. Das Residenzverbot wird auch Bannmeile genannt. 1995 wird es für Baden-Badener

Bürger aufgehoben. Gut, dass ich Anfang der 1990er nach Wiesbaden gezogen bin. Mit Wiesbadener Adresse im Personalausweis kann ich schon vor 1995 mit Freunden in Baden-Baden ins Casino gehen und spielen. Ich spiele Roulette - das ist klar. Wir hatten schließlich als Kinder ein richtig gutes Roulette zu Hause.

 

Das heißt, ich weiß, wie man setzt, wie man spielt. Am ersten Tisch gehe ich auf Sicherheit. Ich setze auf Rot, Rouge – ungerade, Impair und   Manque, die Zahl ist unter achtzehn. Es kommt die 3. Ich habe meinen Einsatz verdoppelt.

Ein Freund sagt, man sollte an einem Tisch mit einer Zahl spielen, die einem etwas bedeutet. Ich wechsle zu Tisch Nummer 7, da ich glaube, dass die Sieben meine Glückszahl ist.

 

Die Zahl Sieben ist die häufigste Glückszahl. Nur in

Ländern wie Japan oder Thailand glauben die Menschen

die Sieben sei eine Unglückszahl.

Wir glauben an „Die sieben Zwerge“ hinter den sieben Bergen, die „sieben Weltwunder“ und daran, dass die Welt in einer Woche also in sieben Tagen erschaffen wurde…

 

An Tisch sieben setze ich schon mutiger – wieder Rot, Rouge – wieder ungerade, Impair und wieder Manque,

die Zahl ist unter achtzehn. Dieses Mal will ich mich etwas mehr trauen, ich will noch einen Jeton auf eine Zahl setzen. Auf die Neun. Die kommt mir grade in den Sinn.

 

Ich komme nicht ran an die Neun. Der Spieltisch ist so

groß. Und ich bin in dem ganzen Trubel zu schüchtern, einen der Croupiers zu fragen, ob er mir mal eben meinen Jeton auf die Neun legen kann. Da fliegen Geldscheine nur so auf den Tisch. Jetons werden geworfen. Dass die Croupiers – zu dieser Zeit gibt es nur männliche Croupiers im Casino Baden-Baden da den Überblick behalten?

 

Der Croupier, der oben am Tisch sitzt, sagt schon die

alles entscheidenden Worte „Nichts geht mehr – Rien ne

va plus“, setzt die Kugel ein und dreht zeitgleich das Rädchen. Sekunden später kommt die kleine Kugel bei

einer Zahl zum Stillstand. Es ist – ich habe es längst gesehen - es ist die Neun.

Die Neun. Das darf nicht wahr sein. 35facher Einsatz - verpasst.

 

Wenn man auf eine einzige Zahl setzt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl kommt, niedriger, als wenn man beispielsweise auf Rot, Rouge setzt. Aber wenn sie kommt, bedeutet das 35fachen Einsatz.

Ich habe aber nix gesetzt auf meine Zahl. Ich habe nichts gewonnen. Doch bei Rouge, Impair und Manque hat sich mein Einsatz verdoppelt - ich habe also gewonnen, aber nicht den 35fachen Einsatz.     

 

Ich bin frustriert, maule, habe keine Lust mehr. Meinte ich doch 7.000 - damals noch Mark - nicht gewonnen zu haben. Später in der Disco hat einer meiner Freunde gesagt „Übrigens 35 x 20 gibt 700 und nicht 7.000“. Da hab ich ja gerade noch mal Glück gehabt!

 

Ich habe das als „Zeichen“, als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, nie mehr ins Spielcasino zu gehen, bzw. nie mehr zu setzen. Ich wollte nicht testen, ob ich spielsüchtig werden könnte.

Wenn ich auf die Neun gesetzt und gewonnen hätte, hätte mich das bestimmt in einen Rausch versetzt, da bin ich überzeugt von. Ich hätte bestimmt noch einmal an diesem Tisch und dann noch einmal an jenem Tisch spielen wollen. Und so war da jetzt eine Art unsichtbarer Riegel vorgeschoben worden.

Und das war gut so. Ich hatte mal eine Phase, da habe ich beim Fernsehgucken auf dem Boden gesessen und Patiencen gelegt. Mein Freund meinte damals, er würde mich bei den anonymen Spielern anmelden. Das Geräusch des Kartenumdrehens hat ihn wohl beim Tatort gucken gestört.

 

Es sind schon ganz andere spiel-süchtig geworden.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski hat ein Buch darüber geschrieben. „Der Spieler“.

 

Der Spieler spielt im erfundenen Kurort Roulettenburg,

trägt aber durchaus autobiographische Züge. Dostojewski hat seinerzeit sowohl in Wiesbaden, als auch in Homburg Roulette gespielt. Wiesbaden und Bad Homburg glauben deshalb sie könnten Roulettenburg sein. Im Roman von Dostojewski schlägt sich die Figur Aleksej in Paris verarmt als Lakai in Homburg und Baden-Baden durch. Sobald Aleksej etwas Geld verdient, spielt er Roulette. Nichts kann ihn von seiner Spielsucht losreißen. Sie hat komplett Besitz von ihm ergriffen.

Dass Dostojewski die Spielsucht so genau beschreiben kann, verdankt er seiner eigenen Erfahrung.

In nur 26 Tagen hatte Dostojewski seiner späteren Ehefrau Anna, die Stenografie konnte, den Roman diktiert. „Der Spieler“ erschien 1867 in der ersten Gesamtausgabe der Werke Dostojewski.

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewski war in der Spielbank Wiesbaden, der Spielbank Homburg und im Casino Baden-Baden wohl ein gern gesehener Gast. In Wiesbaden wurde eine Straße nach ihm benannt. Passenderweise die Straße beim Finanzamt…

 

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewski, Schriftsteller

* 11. November 1821 in Moskau

†  9. Februar 1881 in Sankt Petersburg

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewski gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Er litt an Epilepsie und er war einige Jahre der Spielsucht verfallen. Während seine Zeitgenossen Lew Tolstoi oder Iwan Turgenew ohne materielle Sorgen schreiben konnten, schrieb Dostojewski fast zeitlebens aus finanzieller Not heraus.

 

 

Was ist ein einarmiger Bandit?

Als einarmige Banditen werden Spielautomaten bezeichnet. Und zwar solche, die binnen Sekunden über verloren –

alles verloren und gewonnen – alles gewonnen

entscheiden. Glücksträhnen wechseln ohne Vorwarnung

mit Pechsträhnen. Auch dieses Glücksspiel kann süchtig machen. Einarmig nennt man den Banditen weil der Spielautomat an der Seite einen Hebel hat. Wenn man diesen Hebel drückt, setzen sich die Walzen in Bewegung.  

 

Pech im Spiel – Glück in der Liebe

 

2011 treffe ich mich mit einer Jugendliebe am Rhein zwischen Bingen und Trechtingshausen. Wir wollen das Morgenbachtal rauf, oben dann Schnitzelchen

mit Salat essen und reden und erzählen. Lange nicht

mehr gesehen…

 

Der Morgenbach fließt aus dem Hunsrück (Rheinland-Pfalz) in den Rhein. Er ist etwa 7,6 km lang. Auf seinem Weg zur Mündung überwindet der Morgenbach 361 Meter Höhenunterschied. Im Sommer ist ein Ausflug vom Rheintal hoch in den Hunsrück als Sommerfrische nur zu empfehlen. Aufgrund des Höhenunterschiedes ist es oben immer ein paar Grad kühler oder eben frischer im Sommer. Und der Weg am Bach entlang auf weichem Waldboden verspricht herrliche Abkühlung.

 

Da es schon ein bisschen spät ist, nehmen wir an der Weggabelung den kürzeren, aber steileren Weg oberhalb vom Morgenbach zum Gerhardshof. Hungrig und vor allem durstig kommen wir oben auf der Terrasse an. Es war ein heißer, trockener, sonniger Tag.

Das Essen ist gut, wie immer. Gut gestärkt machen wir uns auf den Rückweg. Ich hatte davon geschwärmt, den längeren Weg nach oben zu nehmen und den kürzeren zurück, weil schneller. Da könnten wir doch jetzt den

langen Weg runter ins Rheintal nehmen – könnten wir.

Wird aber schon – vielleicht - bald dunkel…

 

Weiß nicht, wie oft ich den Weg von unten nach oben gegangen bin. Jedenfalls noch nie vom Gerhardshof

runter zur Mündung vom Morgenbach. Das führt anfangs

zu leichten Irritationen, denn auf einmal stehen wir hier vor Weggabelungen und ich kann grade nicht entscheiden, ob wir links oder rechts gehen müssen. Ich drehe mich um, so als würden wir aus dem Tal kommen, um mich zu orientieren. Wir müssen uns entscheiden, die Uhrzeit ist gegen uns. Zurück und doch den kurzen Weg? Ne, dafür sind wir jetzt auch schon zu weit gelaufen. Wir müssen es schaffen, die richtige Richtung zu finden. 

Da ist ein Haus – keiner da. Aber hinter dem Haus eine Wiese am Hang, unten eine Holzbrücke.

Wir sind richtig. Allerdings dämmert es schon. Okay, wir laufen über die Wiese und über die Holzbrücke, dann nach links und jetzt dem Bauchlauf nach. Immer nach Gehör. Denn hier unten im Wald ist es fast schon zappen duster. Was machen? Weiter gehen…und reden. Nicht zeigen,

dass ich jetzt doch ein bisschen Muffe habe, auch wenn es theoretisch nur geradeaus geht.

Der Bach fließt gurgelnd links neben mir, mal ganz nah, dann wieder etwas weg und rechts ist manchmal so was

wie eine kleine Böschung. Wie lange werden wir brauchen? Eine halbe Stunde? Länger?

 

Ich frage, darf ich - und nehme seine Hand. Hat was von „Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. Es war so finster…“

Auf einmal gehen Lichter an, besser Lichtlein. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist auf einmal wie im Märchen. Zig, Hunderte, wenn nicht gar Tausende Glühwürmchen säumen unseren Weg. Es ist auf einmal so hell, dass wir unsere Füße und rechts das Gebüsch wieder sehen können. Das ist faszinierend. Das ist unglaublich.

 

Ich habe schon einmal Glühwürmchen gesehen. In einem

Park in Baden-Baden. Das ist Jahre her. Es waren nur drei oder vier. Schon damals dachte ich diese fliegenden kleinen Lampions seien aus einer anderen Welt - aus einer Märchenwelt. Aber es gibt sie wirklich. Man muss offensichtlich nur viel Glück haben, sie zu sehen. Und bei dieser späten Wanderung durch den dunklen Wald haben wir viel Glück.

Mit diesen kleinen Leucht-Körpern ist es jetzt relativ einfach, unseren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Ob die uns wahrnehmen? Sie sind überall – überall. Vor uns, hinter uns, neben uns, über uns. Sie leuchten uns im wahrsten Sinne des Wortes heim. Aber sie sind mehr mit sich, mit den anderen Glühwürmchen beschäftigt.

 

Plötzlich wie auf ein Signal halten sie sich in den

Felsen links von uns noch kurz in der Luft und dann gehen die Lichter aus – alle so ziemlich gleichzeitig.

Wir haben noch eine kurze Strecke vor uns – bzw. ich

muss die Treppen am Ende des Weges finden. Ich erinnere mich nach diesem Glück mit den Glühwürmchen glücklicherweise auch sofort daran, wo sie sein müssen.

Hat man so was schon mal erlebt? Wir nicht.

Wir steigen völlig beseelt nach einer Umarmung in unsere Autos und jeder fährt in seine Richtung… 

 

 

Alfred Brehm schreibt in seinem Tierlexikon:

"Sie strahlen einen wunderbaren, gewissermaßen Erdsternen nachahmenden Glanz aus, welcher mit einer Laterne und dem Monde hinsichtlich der Helligkeit zu wetteifern scheint".

 

Alfred Edmund Brehm

* 2. Februar 1829 in Unterrenthendorf, heute Renthendorf bei Neustadt an der Orla  

 † 11. November 1884 Rhenthendorf

 

Alfred Edmund Brehm war ein deutscher Zoologe und Schriftsteller.

 

 

Ein Glühwürmchen ist ein schwarz-brauner Käfer, kein Wurm. Damit es leuchtet, muss es nicht von der Sonne angestrahlt werden. Denn das Glühwürmchen kann etwas, das kein anderes Tier an Land kann. Es macht das Licht

an oder das Licht aus, wann immer es will. Es macht sein Licht an für Fressen, für Nicht-Gefressen-Werden oder um nach dem richtigen Partner zum Fortpflanzen zu suchen. Richtig zu leuchten ist dabei wichtig - nach einem ganz speziellen Muster, an dem sich Weibchen und Männchen erkennen. Glühwürmchen senden ihre Lichtsignale mal kürzer und mal länger durch die Nacht.

Die Leuchtzellen der Glühwürmchen sind oft über den ganzen Körper verteilt. Man nennt sie Laternen. Sie befinden sich immer dicht unter der Oberfläche. Die Laternen sind ins Innere des Käfers mit Salzkristall-Schichten abgeschirmt, so dass das Licht aus dem Körper reflektiert wird. Diese Spiegelschicht macht die Glühwürmchen erst zu diesen wirksamen Lichtquellen.

Es leuchten nicht nur die ausgewachsenen Käfer – nein, auch die Eier und Larven können schon Licht erzeugen.

Und jede Glühwürmchen-Art leuchtet anders.

Amerikanische Leuchtkäfer-Männchen blinken kräftig und warten dann, bis das Weibchen antwortet. In den Tropen gibt es Glühwürmchen, die alle gleichzeitig blinken,

so dass ganze Waldränder im gleichen Takt blinken.

 

 

 

Pech in der Liebe - Glück im Spiel

 

Oktober 2014 - letztes Rennen für diesen Tag auf der Rennbahn in Frankfurt Niederrad. Ich komme grade rechtzeitig. Ein Rennen auf Sieg – ein Pferd auf Sieg. Aber welches? Den Favoriten? Weiß gar nicht, wer das ist. Aber da ist ein Pferd, dessen Name mir gefällt – Opera Moon. Quote 54. Aha. Angucken kann man die Pferde noch nicht. Gut, dann setze ich jetzt trotzdem mal. Zehn Euro auf

Sieg – auf Opera Moon – ein Außenseiter. Jetzt werden die Pferde vorgeführt. Ich sehe nicht, was andere jetzt fachmännisch sehen können. Ich sehe nur mein Pferd

nicht. Mein Pferd ist nicht dabei. Fange an, nervös zu werden. Ein paar Runden später ist es endlich dabei und

ich habe ein verdammt gutes Gefühl, als es an mir vorbei – an uns – vorbei läuft.

Schönes Pferd – gefällt mir – alles gut gemacht…

 

Kurzes Warten dann kommen die Jockeys, in meinem Fall ein weiblicher Jockey, jetzt mit den Pferden, sitzen auf und reiten in Richtung Start zu den Boxen. Ist das gut? Ja, das ist gut. Fühlt sich gut an und los geht’s. Die Pferde starten im Wald kommen über eine große Linkskurve auf die Gerade. Der Favorit ist vorne – der Favorit ist vorne - doch auf einmal zieht Opera Moon an ihm vorbei… und … und geht als erster direkt vor unserer Nase durchs Ziel. Gratulation für Pferd und Reiterin. Klasse. Hat sie, haben beide gut gemacht.

Ich bin so glücklich. Ich bin zur Rennbahn, habe es gewagt, habe auf meinen Bauch gehört und war mir so sicher, dass es gut geht.

88,- Euro Gewinn – 10 Euro Einsatz.

 

Heute am 4. Juni war wieder ein Renntag. Ich bin brav zu Hause geblieben. Hätte ich testen sollen, ob mein Bauch heute wieder das Siegerpferd ermittelt – oder die Siegerpferde? Ne, einmal gewinnen, das war klasse …deshalb jetzt aber nicht zum Zocker – zur Zockerin werden…

Jetzt ist mal wieder Liebe angesagt…

 

Glück im Spiel – Glück in der Liebe

 

Es ist schon einen Weile her da habe ich das Spiel

„Der Magische Kubus“ gespielt. Da steckt ganz schön

viel Psychologie drin. Wurde auch von Psychologen entwickelt.

Es geht ums Assoziieren – frei - aus dem Bauch heraus.

 

Also los geht es:

Zuerst Bilderrahmen vorstellen -

Da hinein eine Wüstenlandschaft, einen Kubus, ein Pferd, eine Leiter, Blumen und ein Unwetter vorstellen -

Fertig – das Bild ist jetzt wie ein Foto, hat sich im Hirn eingebrannt – es kann sich nichts mehr verändern.

Jetzt wird analysiert, was das bedeutet.

 

Ich habe einen blauen Plexiglas-Würfel in etwa in der

Mitte des Bildes – dieser ist leicht eingegraben. Im Kubus eine rote Rose. Ein braunes, schönes Pferd steht etwas

auf Abstand, aber mit Blick zum Kubus. Es könnte also jederzeit rankommen. Eine normale Holzleiter steckt senkrecht im Sand, sie könnte jederzeit an den blauen Kubus angelehnt werden. Um den blauen Kubus herum wachsen unzählige kleine bunte Blumen ...

Das Wüstenbild hält dem Sturm stand...

 

Der Kubus bin ich, das Pferd ist der Partner, die Leiter

sind die Freunde, Blumen sind Kinder und das Unwetter steht für unruhige Zeiten. Werden die überstanden und

alles ist wieder so wie vor dem Unwetter?

 

Der blaue Plexiglas-Kubus ist sehr stabil. Aber da er aus Plexiglas ist, kann man reingucken - ich bin also ein

offener Mensch. Die Leiter steht für Freunde, Holzleiter

steht für alte Freunde. Derzeit kein Kontakt zum Kubus,

die Leiter könnte aber jederzeit an den Kubus angelegt werden, dann wäre wieder Kontakt. Das Pferd ist braun, schön, freundlich – es grast, hat den Kubus im Blick. Es könnte jederzeit zum Kubus kommen. Eine rote Rose im Kubus? Liebe. Unzählige kleine Blumen, Gänseblümchen stehen für meine Projekte oder die Kinder, um die ich

mich kümmern werde, denen ich eine Chance geben

werde. Ein Unwetter kann meinem Bild nichts anhaben…   

 

Das Erstaunliche ist, das Bild in meinem Kopf hat sich im Laufe der Zeit nicht verändert. Kein anderes Pferd, kein anderer Kubus, keine andere Position. Das Pferd könnte langsam mal auf den Kubus zukommen, die Leiter könnte sich langsam mal an den Kubus anlehnen, damit die alten Freunde wieder Kontakt aufnehmen…

Also - bitte mal bewegen... gilt auch für das Pferd!

 

 

Das hier ist ein Zebra - eine Pferdeart mit Streifen...

 

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© Cornelia Merkel